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Hüfte

Das Hüftgelenk ist das größte und am stärksten belastete Gelenk des menschlichen Körpers. Bei einem Körpergewicht von etwa 70 kg kommt es beim Gehen in den Belastungszonen der Hüfte zu Druckbelastungen von mehr als dem Doppelten des Körpergewichts. Diese Belastung wird von einem gesunden Hüftgelenk bei den meisten Menschen während des gesamten Lebens ausgehalten. Bei einer täglichen Gehstrecke von ca. 5 km bedeutet dies, dass das Hüftgelenk etwa 10.000-mal mit etwa 300 kg be- und entlastet wird.

Beim Hüftgelenk handelt es sich um ein so genanntes Kugelgelenk. Dabei steht der Oberschenkelknochen mit seinem Kopf (Hüftkopf), der am Ende des Oberschenkelhalses sitzt, in der Hüftpfanne, die vom Becken gebildet wird. Um im Gelenk eine Bewegung zu erreichen, kann man beide Gelenkpartner, auch Hebel genannt, bewegen. Am deutlichsten zu spüren ist in der Regel die Bewegung vom längeren Hebel, in diesem Fall das Bein.

Der zweite Gelenkpartner, das Becken, kann die Bewegung im Hüftgelenk auch ausführen. Es handelt sich hier um eine kleinere, weniger deutlich wahrnehmbare Bewegung. Will man den größtmöglichen Bewegungsausschlag für eine Bewegungsrichtung erreichen, müssen sich beide Gelenkpartner, d. h. das Bein und das Becken, bewegen.

Hüftarthrose

Der Knorpelverschleiß der Hüfte, die Coxarthrose, ist eine weit verbreitete degenerative Erkrankung. Viele Menschen leiden im Lauf ihres Lebens unter Hüftbeschwerden durch eine Coxarthrose, denn sie ist die häufigste Arthrose überhaupt.

Zentraler Punkt bei der Entstehung einer Arthrose ist der Gelenksknorpel. Der ist von der Natur so angelegt, dass er ein Leben lang seine Funktionsfähigkeit erhält, wenn er ausreichend ernährt und nicht überlastet wird.

Alle Prozesse, die die Ernährung des Knorpels behindern, führen zu einer Schädigung. Dazu gehört z. B. dauerhaft ausgeübter Druck durch Fehlbelastungen oder Überbeanspruchung, Belastungen, die sich auf einen bestimmten Punkt konzentrieren und nicht zuletzt mangelnde Bewegung. Letztendlich entwickeln sich Arthrosen immer aus einem Ungleichgewicht zwischen der Belastungsfähigkeit des Gelenkes und der tatsächlichen Belastung.

Symptome

  • Leistenschmerzen
  • tief sitzende Schmerzen an der Lendenwirbelsäule
  • Knieschmerzen
  • frühe Krankheitssymptome sind morgendliche Anlaufschmerzen und Belastungsbeschwerden
  • bei der fortgeschrittenen Arthrose oft Ruheschmerzen und Nachtschmerzen
  • Verringerung des Bewegungsumfangs des Hüftgelenks (Probleme beim Schuhe anziehen/Sitzen in der Hocke)
  • verminderte Gehstrecke

Diagnostik

Die frühzeitige Krankheitserkennung bei Coxarthrosen ist außerordentlich wichtig, damit rechtzeitig die notwendigen und sinnvollen Behandlungsmaßnahmen eingeleitet werden können.

Eine sehr wichtige Untersuchung stellt das Röntgenbild dar. Nur durch die Röntgenuntersuchungen können die eigentlichen krankmachenden Veränderungen am Hüftgelenk selbst dargestellt werden. Diese weisen dann den Weg zur richtigen Behandlung. Der Knorpel stellt sich im Röntgenbild zwar selbst nicht dar, man kann aber von den umgebenden Knochenstrukturen durchaus auf den Zustand des Knorpels Rückschlüsse ziehen.

In seltenen Fällen wird manchmal eine Computer- oder Kernspintomographie (CT, NMR) als sehr spezielle Maßnahme erforderlich sein. Diese Verfahren kommen insbesondere beim Verdacht auf die oben beschriebene Hüftkopfnekrose in Frage.

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